TSV 1860 München - Dynamo Dresden

Geschrieben von: Jens Knobloch   

Vor 66.000 Zuschauern, davon ca. 20.000 Dynamofans waren, errangen unsere Jungs mit einem glänzenden Marco Vorbeck den ersten Auswärtssieg (übrigens auch der erste Sieg einer Gastmannschaft in der neuen Münchner Arena).Wir waren mit dem ICE angereist und waren nach dem Abpfiff total kaputt (ich jedenfalls) - aber auch genau so glücklich.


Unsere Auswärtsfahrt nach München

Natürlich wollten wir Hamburger Dynamofans es uns nicht nehmen lassen, bei diesem Auswärtsspiel in der wohl modernsten Arena der Welt dabei zu sein.
Wir besorgten uns rechtzeitig Karten für den Stehplatzbereich und hatten eigentlich nur noch die Fahrt zu planen. Ein wenig ungünstig war es schon, denn die Strecke Hamburg-München fährt man nicht mal eben mit dem Auto. Nach einigem Hin und Her beschlossen wir, mit dem LIDL-Ticket per ICE anzureisen. Das war wohl die bequemste und günstigste Art nach München zu fahren.
So trafen wir (Dennis, Forst, Gerald, Anja und ich) uns ca. halb sieben in der Früh auf dem Hamburger Hauptbahnhof. Noch ein wenig verschlafen, aber schon den Kasten Radeberger parat, warteten wir auf den ICE. Anja war schon in Altona eingestiegen und hielt uns im Raucherabteil genügend Plätze frei. Der Zug traf ein und war im Nu sehr voll, aber wir hatten ja unsere Plätze. Die Reise konnte beginnen.
Kaum waren wir ein paar Minuten unterwegs, stellte Forst den 5l-Becher auf den Tisch. In Hannover stieg noch Schorsch zu und die Runde war fast komplett. Das 5l-Fass ging zur Neige und in Gespräche vertieft bzw. schlafend (Forst !!!) erreichten wir München. Das Bier war tatsächlich alle geworden. Die letzten paar Flaschen stopften wir in den Rucksack und tranken sie später aus.
Auf dem Hauptbahnhof machten wir uns erst mal lautstark bemerkbar, was so gleich Reporter der tz anlockte. Sie stellten Nebelfrau irgendwelche unwichtigen Fragen. Hätten wir gewusst, wie wir später von Ihnen verrissen wurden (angebliche Randale), hätten wir sie wohl links liegengelassen.
Nach dem Forst und Gerald Ihre Sachen im Schließfach verstaut hatten, ging es Richtung Augustiner-Biergarten. Dort trennten wir uns aber, da Dennis seinen Bruder am Marienplatz treffen wollte. So marschierten wir nun retour am Bahnhof vorbei Richtung Marienplatz.
Wir begegneten vereinzelt anderen Dynamos. Aber die Hitze und die lange Fahrt machten mich zumindest so müde, dass es nur bei einigen Dynamo-Rufen blieb. Dennis traf bei McDonalds seinen Bruder, von dem er seine Karte bekam. Zusammen wollten wir auf den Viktualienmarkt. Der jedoch war übervoll, wie eigentlich die ganze Innenstadt Münchens. Ich warf mir in einer Pizzeria einen Teller Spaghettis ein und nach eine wenig Geplauder ging's dann per U-Bahn vom Marienplatz nach Fröttmaning zum Stadion.
Dort angekommen staunte ich über die schon in beträchtlicher Anzahl anwesenden Dynamofans. Wir gingen langsam Richtung Arena und sprachen uns mit Roy ab, den wir auf dem Weg dahin treffen wollten. So warteten wir eine Weile und eine schier endlose schwarz-gelbe Menschenmasse strömte in Richtung Arena.
Die Zeit wurde ein wenig lang und ich hatte auch keine Lust mehr, in der Sonne zu schmoren. So ging ich schon mal mit Zaunfahne vorweg und übergab sie Dennis, der sie vom Rang 2 aus über die Bande hing - schön hinterm Tor.
Nach endlosen hochgradig nervenden 60er-Liedern ging's dann endlich los. Anpfiff. Dynamo wurde mit ohrenbetäubendem Lärm begrüßt. Die 60er zeigten eine nette Choreo.
Die Löwen begannen auch ganz gut, scheiterten doch am sehr guten Ignjac Kresic. Und so kam Dynamo zu ersten Chancen. Nach knapp 20 Minuten erzielte dann eigentlich zur Überraschung aller Dynamos Marco Vorbeck mit einer sehenswerten Einzelleistung das 1:0. Der Torjubel muss wohl gigantisch laut gewesen sein. Wenige Minuten später fiel sogar das 2:0. Ich konnte es kaum fassen. Wahnsinn. Allerdings fiel uns sofort das Spiel in Köln ein. Für Siegesgewissheit war es auf alle Fälle zu früh - noch war eine ganze Halbzeit und 15 Minuten zu spielen. Halbzeitpfiff. Ich musste mir erst mal was trinken holen, in der Arena, so schick wie sie auch sein mag, wehte kein Lüftchen und es war schwülwarm.
Die zweite Halbzeit wurde angepfiffen und 1860 rannte wie aufgezogen gegen die Abwehr der Dresdner an - immer erfolglos. So verging das Spiel und ich muss sagen, dass es nicht wirklich gute Chancen für die Löwen gab. Dynamo verteidigte hervorragend. Doch nach ca. 80 Minuten versuchte der Schiedsrichter das Spiel zu entscheiden: Kolomaznik stürmte in den Strafraum und ließ sich neben Kukielka fallen - im Handball wäre das Stürmerfoul gewesen.
Doch Schiri Gräfe sah als einziger der 66.000 ein Foul am Löwenstürmer und pfiff Elfmeter. Die Situation war so klar und eindeutig, dass man davon ausgehen kann, dass Gräfe bewusst versucht hat, Dynamo zu benachteiligen. Der Elfer wurde verwandelt und Dynamo hatte noch 10 Minuten zu überstehen. Gnadenlos wurde jetzt jeder Ballbesitz der Heimmannschaft ausgepfiffen. Ich pfiff so laut ich konnte. Wieder versuchte Gräfe durch überzogene Nachspielzeit Einfluss aufs Ergebnis zu nehmen, aber die Abwehr unsere Dynamos hielt. So wurde unter Riesenjubel der Dynamofans das Spiel abgepfiffen.
Ich blieb noch eine Weile im Stadion und feierte mit den restlichen 20.000 die Dresdner Mannschaft. Dann ging's raus - endlich kühle und vor allem frische Luft.
Ich traf mich wieder mit Dennis, Forst und Gerald am Parkhaus. Anja und Roy fuhren zu Roys Arbeitskollegen, denn sie wollten sich am Samstag noch München an schauen.
Wir vier fuhren aber mit dem Nachtzug über Nürnberg nach Hause. Zunächst hatten wir sehr gute Plätze, ab Nürnberg dann wurde es weniger gemütlich. Doch ich war so kaputt, dass ich trotzdem schlief. Ich weiß nicht, wo der Zug überall hielt, aber irgendwann gegen morgen waren wir in Hannover und wenig später in Hamburg, Hauptbahnhof.
Eine der genialsten Auswärtsfahrten der letzten Jahre war dort zu Ende, wo sie begann. Ich war einfach nur müde und schlief zu Hause noch bis Mittag. 14.00 Uhr war schließlich wieder Anpfiff - St. Pauli gg. Leverkusen II (mit Ulf Kirsten als Trainer), aber das ist eine andere Geschichte.
Ich glaube, von dieser Auswärtsfahrt und diesem Sieg vor 66.000 Zuschauern werden wir noch lange erzählen, denn es war einfach nur geil.

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Sieg gegen St.Pauli

Sommer-Fahrplan

Die Termine in der Sommerpause
  • 29. Mai
    Trainingsstart
  • 30. Mai
    Freundschaftsspiel in Neustadt/Sa.
    SSV Neustadt/Sa. – SG Dynamo Dresden
  • 1. Juni
    19:30 Uhr – Freundschaftsspiel in Niesky
    FV Eintracht Niesky – SG Dynamo Dresden
  • 3. Juni
    Freundschaftsspiel in Königsbrück
    SV Königsbrück / Laußnitz – SG Dynamo Dresden
  • 7. bis 23 Juni
    Urlaub
  • 24. Juni
    Trainingsauftakt
  • 25. Juni
    Freundschaftsspiel in Anklam
    VFC Anklam – SG Dynamo Dresden
  • 25. Juni bis 1. Juli
    Lauftrainingslager in Zinnowitz
  • 4. Juli
    Freundschaftsspiel in Pirna
    VfL Pirna Copitz – SG Dynamo Dresden
  • 6. Juli
    Freundschaftsspiel in Meuselwitz
    ZFC Meuselwitz – SG Dynamo Dresden
  • 8. Juli
    Freundschaftsspiel in Zwickau
    FSV Zwickau – SG Dynamo Dresden
  • 12. bis 21. Juli
    Trainingslager in Österreich
  • 27./28. Juli
    Freundschaftsspiele geplant

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