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Glückwunsch an St. Pauli und an alle St. Pauli-Fans. Nach vier "Ehrenrunden" in der Regionalliga wurde es auch Zeit, dass ihr da wieder verschwindet. Zum Spiel und zum Abend selbst bleibt nur zu sagen: wer nicht dabei war, hat eines der besten Auswärtsspiele im und abseits des Stadions verpasst. Riesenstimmung, Wahnsinnssupport aller Dynamos für unsere Mannschaft und am Ende ein glücklicher Aufsteiger. Was will man mehr, außer, dass wir zusammen den Aufstieg der beiden Clubs hätten feiern können. Aber was soll's ... dann eben nächstes Jahr.
Wir Hamburger Dynamofans hatten im Vorfeld nur eine Sorge, dass alles friedlich bleibt. Schliesslich ist nicht nur Marcus dem FC St. Pauli wohl gesonnen - die meisten von uns sind dies.
So traf sich unsere Gemeinschaft zusammen mit ein paar Freunden in der Nähe des Stadions, um die richtige Einstimmung zum Spiel vorzunehmen. Das gelang übrigens sehr gut. Wechselgesang mit dem Hotelfenster (in dem sich Glatze die Ehre gab), schönes Radeberger und auch die eine oder andere Pizza wechselte die Seite. Nebenbei verscherbelte ich dann noch einige Aufkleber und Schals, so dass für unsere geschundene Kasse auch etwas hängen blieb.
Gegen 19 Uhr gingen wir dann Richtung "Estadio de la Millerntor" auf. Zunächst gab es ja Bedenken, ob wir mit unseren Dynamoschals auf die Haupttribüne kommen. Aber da gab es keinerlei Probleme. Sogar das Bier hatte da Umdrehungen - nicht wie die armen Schweine im Gästeblock. Natürlich machten wir ausreichend Gebrauch davon.
Das Spiel selber begann mit 15 Minuten Verspätung. Neben uns die Paulianer waren auch sehr nett, so dass wir dem erst einmal einen Aufkleber auf sein Paulitrikot verpassten. Der freute sich sichtlich drüber. Viel schlimmer war, dass seine Perle eine Dame aus (oder der Nähe von) Stuttgart war und sie mir das offenbarte, als ich meinte, dass ich auch Schalker sei. Noch besser allerdings kam dann, dass sie Roy kennt und mit ihm im Büro arbeitet...
St. Pauli ging mit 1:0 in Führung, Charles Takyi (kommt übrigens aus der Schalker Jugend, Tschuldigung) war der Glückliche. Dynamo begann nun richtig zu kämpfen und so entwickelte sich ein klasse Fussballspiel. Pavel David konnte ausgleichen und selbst der erneute Führungstreffer schockte uns nicht sonderlich. Das 2:2 in der 90. Minute war der Dank. Erneut hatte David geschossen und Marc Hensel fälschte den Ball ab. Während des ganzen Spiels feuerten wir unsere Mannschaft unermüdlich an und das wurde honoriert. 60 Minuten "SG DYNAMO schalalalalala" hinterließen eben einen bleibenden Eindruck. So bedankte sich die Haupttribüne von Pauli mit eben jenem Lied (das war richtig geil) und auch wir spendeten den Paulianern eine Menge Beifall. Soviel, dass einige Spieler von St. Pauli und auch deren Trainer Holger Stanislawski sich persönlich bei den Dynamofans bedankten. Selbstverständlich kamen auch unsere Spieler zu uns, um sich zu bedanken. Sebastian Pelzer heulte sich dabei den Seele aus dem Hals.
Nun wurde es Zeit langsam zum Feiern überzugehen und so begaben wir uns nochmals in die Scheune. Dort wurde Party gemacht bis tief in die Nacht. Als ich dann mal für kleine Königstiger musste, wurde ich vorne vom Tisch mit St. Pauli Fans mit "SG DYNAMO schalalalalala" begrüßt und verabschiedet, das war ein sehr netter Haufen von Leuten, mit denen ich dann noch ins Gespräch kam. Die Jungs und Mädels sind vom Fanclub "kurz nach eins" (www.kurz-nach-eins.de) und wir verstanden uns prima. Schade, dass sie dann los mussten. Aber hiermit noch einmal gaaaaaaaanz herzliche Grüsse an Euch.
Inzwischen trudelten dann auch mehr und mehr Leute von uns ein. Einige "durften" mit der U Bahn bis Berliner Tor fahren, um dann wieder zurück zu kommen. Am geilsten war dann Marcus, der kam, wurde gefeiert und bedankte sich mit einer so emotionalen Ansprache, dass ich immer noch Gänsehaut bekomme, wenn ich daran denke. Wir machten uns dann auf den Weg, um auffem Kiez noch weiterzufeiern. Weit kamen wir aber nicht. Schon an der ersten Kneipe wurden wir schon wieder von den Paulianern empfangen - ihr könnt Euch sicher denken wie. Genau: "SG DYNAMO schalalalala". Dort verweilten wir dann etwa noch 2 Stunden und führten viele sehr nette und sehr lustige Gespräche. Unter anderem trafen wir da noch Thomas Mulansky, seineszeichens Aufsichtsratvorsitzender bei Dynamo. Gegen 3 Uhr beschloss der Tross dann noch weiter zu ziehen. Mein Besuch Heiko aus Duisburg und ich zogen es dann aber vor, langsam in Richtung Bettchen aufzubrechen. Immerhin war ich zu dem Zeitpunkt schon 23 Stunden auf den Beinen.
Fazit: Wenn Dynamo immer so aufgetreten wäre, würden wir jetzt den Aufstieg feiern ... Aber es war eine geile Sache, vom Support, vom Spiel und vom Spiel danach. In Hamburg haben wir sehr viele Sympathiepunkte ergattert.
dynamische Grüsse Frank
                                                                                                                              
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