Schalke 04 - HSV / Fortuna Düsseldorf - Dynamo

Von langer Hand geplant wollten wir Hamburger Dynamofans unser Team auch beim Auswärtsspiel in Düsseldorf unterstützen. Da wir dann schon im Ruhrpott waren, dachten wir uns, es kann nicht schaden, schon mal die Gegner aus der übernächsten Saison zu beobachten. Da unser Mitglied Frank auch sehr tief königsblau ist und uns Karten für das Spiel Schalke gegen den HSV besorgt hatte, setzten wir den Plan in die Tat um.

Von langer Hand geplant wollten wir Hamburger Dynamofans unser Team auch beim Auswärtsspiel in Düsseldorf unterstützen. Da wir dann schon im Ruhrpott waren, dachten wir uns, es kann nicht schaden, schon mal die Gegner aus der übernächsten Saison zu beobachten. Da unser Mitglied Frank auch sehr tief königsblau ist und uns Karten für das Spiel Schalke gegen den HSV besorgt hatte, setzten wir den Plan in die Tat um.

Am Freitag um 11 Uhr trafen sich 6 Hamburger Dynamofans - Roy, Jens, Falk, Carsten, André und Frank (der „Rest“ reiste am Samstag mit dem PKW nach) - am Hamburger Hbf. Dennis und Jenny sollten bereits mit dem Zug aus Altona kommen. Dort erlebten wir dann Pleiten, Pech und Pannen. Unser Zug wurde erst mit 20 Minuten Verspätung angekündigt, dann aber auf unbestimmte Zeit verschoben (hat wohl ein Wagen gebrannt). Da Dennis und Jenny noch fehlten, vertrieben wir uns die Zeit schon mit dem einen oder anderen Bier oder Alster, um über Fussball und alles Mögliche sonst zu sinnieren.
Auf der anderen Seite des Bahnsteiges lief unterdessen Andreas Rettig vorbei und als wir noch am grübeln und raten waren, bei welchem Verein er inzwischen tätig ist (FC Augsburg wäre übrigens die richtige Lösung gewesen), schlenderte ein älterer Herr auf uns zu, den wir alle als Dr. Theo Zwanziger, seines Zeichens DFB Präsident, kannten. Wir kamen kurz ins Gespräch. Er ist von der Stadt Dresden sehr beeindruckt und freute sich für uns, dass es endlich - trotz aller Widerstände und Verzögerungen, die auch er nicht nachvollziehen konnte - mit dem Stadionneubau klappt. Er mahnte aber auch gleichzeitig, sich nicht alles von ein paar wenigen kaputt machen zu lassen.

Inzwischen waren auch unsere beiden Vermissten aus Altona eingetroffen und wir nahmen den nächsten Zug nach Hannover, um von dort aus nach Essen weiterzureisen.
Im Abteil kamen wir auf die Idee, Herrn Dr. Zwanziger einen Schal von unserem Fanclub zu schenken. Also machten sich Roy, Dennis und André auf dem Weg in die 1. Klasse. Herr Dr. Zwanziger, der am Tag zuvor in Hamburg das Grab des im Januar verstorbenen DFL-Chefs Werner Hackmann besucht hatte, war gerade auf dem Weg zur DFB-Tagung in Hannover. Er freute sehr über das Geschenk und versprach uns, den Schal beim nächsten Besuch in Dresden zu tragen. Dass dies vielleicht zum Zweitliga-Auswärtsspiel seiner Gladbacher Borussen bei Dynamo sein würde, behielten wir für uns. Aber spätestens zur Stadioneröffnung, sagten wir dann zum Abschied.

In Hannover sind wir dann schnell in den anderen Zug nach Essen umgestiegen, ging diesmal auch alles ohne Komplikationen. Dort im Zug versammelte sich dann auch die D2 Jugend von Hertha BSC, die es vor allem Dennis angetan hatte. Als sie ausstiegen, wurden sie entsprechend verabschiedet - die haben sich bestimmt wie die Profis gefühlt. Auf die Frage von Dennis, von wem es sich denn lohne, schon jetzt ein Autogramm zu holen, wer so gut sei und den Sprung schaffe, bekam er ganz lapidar die Antwort: alle! Nett war auch der Herr, der mit uns zusammen im Fahrradabteil reiste und sich freute, Frank zu sehen, weil auch er Schalker war. Den Atem verschlagen hatte es ihm aber, als er uns nach der Fahrscheinkontrolle sagte, dass er Glück hatte und dass die Bahncard von seinem Bruder sei. Daraufhin outete sich Frank als Zugbegleiter - das Gelächter war schon ziemlich groß. Nicht vergessen wollen wir natürlich, dass wir die Zaunfahne erst mal im Fahrradabteil aufgehängt haben. So kamen wir dann doch noch in Essen an, wenn auch über eine Stunde später als beabsichtigt.
Nachdem nun noch im Kaufhof Biernachschub geordert wurde (was andere wiederum ziemlich sauer machte) und das dann noch verschwendet wurde (Carsten schaffte 6 auf einen Streich), trafen wir doch noch im Hotel ein. Dort wurde jedoch nur mal kurz Wasser ans Gesicht gelassen, bevor wir uns auf den Weg nach Gelsenkirchen machten.

Am Stadion stellten wir dann erst einmal fest, wer den härtesten Schuss von uns hat und wer an der Torwand am treffsichersten ist. Beide Male versagte Dennis (ok, harter Schuss war es schon ...), so dass an der Torwand André und Roy gewannen und André (im 2. Anlauf) auch den härtesten Schuss hat. Da war natürlich viel Spass mit dabei und auch auf Grund des wenigen Alkohols war es sehr schön mit anzusehen, wo der eine oder andere Ball hinging.
Anschliessend ging es Richtung Trainingsgelände, von dem alle Anwesenden begeistert waren. Dort befindet sich auch die Geschäftsstelle und der Fanshop sowie eine Kneipe, an der Frank noch Heiko - war mit uns in Rostock - und Axel - einen Kumpel - empfing. Während Frank dann in den Fanshop ging, machte sich der Rest auf, um einen Blick in das ehemalige Parkstadion zu werfen.

Wir trafen uns dann in der Arena alle wieder und begaben uns ins Innere zum Fussball. Das Spiel war die 1. HZ ganz gut, Schalke klar besser, in der 2. HZ verflachte es dann. Als alle mit einem 0:0 rechneten, gab es 2 ganz schlimme Abwehrfehler und der HSV gewann 2:0. Wir versuchten Frank wiederaufzurichten, was gar nicht einfach war - er war doch ziemlich down und angefressen, was wir an einigen Kommentaren merkten. Draussen trafen wir uns dann wieder mir Dennis und Jenny (die waren Sitzplatz gegangen) und warnten die beiden wegen Franks übler Laune. Das hättet ihr mal sehen sollen - Ratz-Batz hatte Jenny den HSV Schal abgemacht und Dennis gegeben. Dabei ist Frank doch gar nicht SO schlimm ...

Wir fuhren dann wieder mit der S-Bahn nach Essen ins Hotel, wo uns der Nachtportier noch ein paar Bier verkaufte, die wir dann auch leerten. Dabei muss auch mal gesagt werden, dass in dem Raum eine gaaaaanz schlecht Luft war, was aber nicht an der Klimaanlage als vielmehr an André's Magen und Darm lag ... Dennis outete sich als HSV Symphatisant, was besonders Marcus und seine St. Paulianer Kumpels von UPS interessieren dürfte. Frank zeigte noch allen seine Wunde, wo er den HSV Schal abbekommen hatte - die Stelle hatte sich wirklich entzündet. Rundum, wir hatten eine Menge Spass. Gegen 2 Uhr war dann auch der Letzte im Bett verschwunden.

Am nächsten Tag gab es erst einmal ein gutes Frühstück, bevor wir uns auf dem Weg nach Düsseldorf machten. Allerdings gab es erst einmal Diskussionen - André und Roy durften noch 10 Euro fürs Pay-TV zahlen. Und begründeten das dann auch noch mit Fussball ...
Ein paar Fotos wurden noch geschossen und flugs ging es zum Bahnhof, wo wir uns in einer Drogerie mit dem Nötigsten für die 20 Minuten Zugfahrt versorgten und den Inhabern noch einen Diebstahl melden konnten - ja so sind eben die Dynamofans.
Der Zug war schon ziemlich voll. Einige Dresdner waren dabei, die vom Abend vorher mit dem Wochenendticket nach Düsseldorf gefahren sind. So sahen die aber auch schon aus ... Auch die Bahnpolizei war aus Dresden dabei - den dürften auch die Beine wehgetan haben. Eine von denen sah aus wie Kati Wilhelm …

In Düsseldorf auf dem Bahnhof dann das blanke Chaos. Die Dresdner Fans sollten mit Bahnen über einen separaten Aufgang gleich zur U-Bahn gebracht werden, nur wollten wir das nicht. Erst mussten mal die Sachen und Reisetaschen eingeschlossen werden. Jeder schickte uns woanders hin, jeder war wichtig und jeden interessierte das auch nicht wirklich, was wir sagten. Einer hatte dann doch ein Einsehen und erlaubte uns nach kurzer Personenkontrolle „kontrolliert aus dem Belagerungsring auszubrechen“. Gott sei Dank konnten wir die Klamotten verstauen und uns dann zur U-Bahn Richtung LTU Arena begeben.

Dort angekommen ging es zusammen mit Axel (auch ein Schalker) und Heiko, die wir da trafen, zum Eingang wo schon die Samstaggruppe, bestehend aus René, Anja, Erik, Sven und Dirk bestand. Wir begaben uns in Innere des Stadions, wo wir unsere Fahne dann auch aufgehängt haben. Das Bier konnte man sich da klemmen (Alkoholfrei) und auch die Bratwurst war noch halb roh - das war nichts ...
Das Spiel begann und Oliver Herber durfte gleich mal zeigen, warum er bei Dynamo die Nummer 1 werden will. Was der im Spiel gehalten hatte war unglaublich. Man musste auch bei Flanken endlich mal wieder keine Angst haben.
So kam es wie es kommen sollte - Dynamo ging durch Vorbeck in Führung. Düsseldorf wurde immer stärker und erspielte sich auch wirklich gute Chancen - aber auf Herber war wirklich Verlass. Überhaupt hielt die Truppe sehr gut dagegen und versuchte auch, einige Konter zu setzen. In der 2. HZ musste Vorbeck verletzt raus - das Spiel blieb das Gleiche. Fortuna versuchte alles und biss sich die Zähen aus. Nachdem Hauser dann mit Gelb-Rot runter war vom Platz, kam sogar der Tormann von denen mit nach vorne. In der letzten Sekunde dann doch noch der Ausgleich - war das bitter. Jens konnte seine Wut wieder nicht inne halten und riss unsere Zaunsfahne samt Öse ab. Alle waren geschockt - die wichtigen drei Punkte waren doch schon im Sack. Wobei man auch anerkennen sollte, dass der Ausgleich verdient war.

Wir versuchten die Mannschaft trotzdem aufzumuntern - sie hatte wirklich alles gegeben. Mit dieser Einstellung, aber nur mit dieser, haben wir doch noch eine Chance. Per Straßenbahn ging es zurück zum Bahnhof, wo wir etwas gegessen haben. Ein Teil holte Bier für die Rückfahrt, die anderen sahen sich Fussball im Fernsehen an. So vertrieben wir uns die Zeit bis zur Abfahrt des Zuges mit viel Witz und Spaß und auch im Zuge ging es so weiter. Zuerst wurde noch mal diskutiert, wer denn nun Deutscher Meister wird (Frank hatte schon wieder Schalker kennen gelernt - dass ist unglaublich) und dann holte Dennis ein Spiel - „Kuhhandel“ - raus, das wir bis kurz vor Hamburg auch spielten und welches Frank als Sieger sah.

Fazit: Es war ein megageiles Wochenende, was wir unbedingt wiederholen wollen. Es hat allen riesig Spass gemacht - vom Fussball mal abgesehen ...

 

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Die Termine in der Sommerpause
  • 29. Mai
    Trainingsstart
  • 30. Mai
    Freundschaftsspiel in Neustadt/Sa.
    SSV Neustadt/Sa. – SG Dynamo Dresden
  • 1. Juni
    19:30 Uhr – Freundschaftsspiel in Niesky
    FV Eintracht Niesky – SG Dynamo Dresden
  • 3. Juni
    Freundschaftsspiel in Königsbrück
    SV Königsbrück / Laußnitz – SG Dynamo Dresden
  • 7. bis 23 Juni
    Urlaub
  • 24. Juni
    Trainingsauftakt
  • 25. Juni
    Freundschaftsspiel in Anklam
    VFC Anklam – SG Dynamo Dresden
  • 25. Juni bis 1. Juli
    Lauftrainingslager in Zinnowitz
  • 4. Juli
    Freundschaftsspiel in Pirna
    VfL Pirna Copitz – SG Dynamo Dresden
  • 6. Juli
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    ZFC Meuselwitz – SG Dynamo Dresden
  • 8. Juli
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