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Viele Jahre ist es her, als ich das erste mal durch Wuppertal fuhr. Verwandte waren es, die mich im Auto durch diese ewig lange Stadt fuhren. Natürlich nicht ohne auf die ominöse Stelle hinzuweisen, bei der einmal ein als Werbegag mit der Hochbahn kutschierter Elefant eben aus dieser in die ...
sprichwörtliche Wupper sprang. Ob er ahnte, wo er war? Ich weiß es nicht. Gut erinnern kann ich mich allerdings an das marode Stadion. Ich fragte mich schon damals, welcher armselige Verein hier beheimatet ist. Heute weiß ich es. Zwar ist Armseligkeit des Vereins (Wie lange versucht er schon aufzusteigen?) geblieben, aber zumindest hat man sich dort ein schönes Stadion gegönnt. Und genau dort spielte Dynamo am Sonntag.
Bericht Frank: Tja, endlich konnte ich es zeitlich mal wieder einrichten um nach mit René, Danilo und Fred nach Wuppertal zum wichtigen Auswärtsspiel zu fahren. Ok, dafür musste ich halt wieder ziemlich früh raus aber man macht das ja auch gerne für Dynamo. Genauso wie Dynamo uns gerne mit Zauberfussball verwöhnt...
Also fuhr ich nach Harburg zum Bahnhof um Danilo einzusacken. Unterwegs kreuzte eine schwarze Katze meinen Weg, diese lief allerdings von rechts nach links und nach dem Sprichwort was gutes bringt´s. Ha, meine (müde) Lausne verbesserte sich schlagartig, was bitte schön soll denn hier noch schief gehn?
Schnell zurück zu mir nach Hause, Kaffee gekocht für die Fahrt, den armen, durstenden Danilo noch mit Radeberger versorgt und dann waren die anderen beiden auch schon da und los ging die Tour. Wir hatten Glück und die Autobahn war an diesem Sonntag morgen ziemlich frei und wir kamen prima voran. Wobei Danilo sich ziemlich oft auf andere Autos konzentrierte in denen sich kein männlicher Fahrer oder Mitfahrer befand.
In der Nähe von Münster machten wir dann Rast, ich kannte hier einen ziemlichen guten und preiswerten Imbiss. Jensen, der mit Micha aus Bremen unterwegs war, war schon hinter den 7 Bergen, bei den 7 Zwergen, kurzum, die waren schon fast in Wuppertal. Wir begaben uns auch noch wieder auf die (gestärkte) Reise, allerdings mussten wir kurz vor Wuppertal noch eine Pinkelpause einlegen. Dort waren einige "Kaputte" am Werk, die auf dem Parkplatz, mutterseelenalleine, ein Feuerwerk veranstalteten. Hobbys haben manche...
Dank unseres Navis fanden wir dann auch schnell den Parkplatz und wir begaben uns zum Stadion um Karten zu holen. Was sich allerdings auch nicht als so gaaaaaanz einfach rausstellen sollte. Wenn man die Eintrittskarten gekauft hatte musste man gleich rein. Nun, dass hatten wir noch nicht vor und so beschloss man zu schauen ob es in der Nähe eine Kneipe gibt und ein kühles Blondes (und ein kühles Alster für den armen Fahrer) für unsere Kahlen gibt. Aber auch da hatten wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Erst kam uns die Polizei entgegen und liess uns nicht durch (Zitat: das ist der Heimbereich) , dann fanden wir endlich eine Kneipe (im wohl "Gästebereich"), ne auch hier wollte man uns nicht, dass ist eine WSV Kneipe. Klasse, soweit zur Einteilung. Zum Schluss fanden wir dann doch noch was, wo allerdings auch nur unser Geld gern gesehen war, wir eher weniger. Das machten uns einige Mitbürger über ihre Art auch unmissverständlich klar. Naja, Eingeborene halt. Wobei es da auch andere gab, mit einigen konnte man sich prim unterhalten und fachsimpeln. So soll es sein, das ist es, was alle Fussballfans verbindet.
Nun wurde es auch langsam Zeit fürs Stadion. Ich selber finde das Stadion nicht toll (obwohl schon fast fertig umgebaut), da haben wir mit unserem neuen Schmuckstück, sofern es denn fertig wird, richtig Glück gehabt. Einige alte Bekannte wurden noch begrüsst, Geschaut, ob Jensen die Fahne auch gut aufgehangen hat und die letzten Warmmachübungen wurden auch begutachtet. Schon da sah es so aus, als sollte das nicht der Tag unserer Jungs werden. Ach was, positiv denken, schliesslich kam dieses Katzenvieh von links...
Unsere Jungs begannen auch gar nicht so schlecht, deutlich mehr Ballbesitz, reifer das Spiel, nur der letzte Pass fehlte. Dann die erste Chance für den WSV und von da an änderte sich das Bild. Wuppertal übernahm ganz langsam die Kontrolle über das Spiel und die Dynamos konnten sich nicht wirklich dagegen wehren. Schliesslich kam es wie es kommen musste, Jerat traf zum 1-0 für Wuppertal. Weder jetzt noch in der 2. HZ hatte Dynamo dem etwas entgegen zu setzen. Ganz schlimmes Spiel der Dresdner. Und so muss man sich auch nicht beschweren wenn man mit 0 Punkten wieder nach Hause fährt. Und diese blöde Katze soll mir noch mal vors Auto laufen, dann mache ich es wie einst Marcus gesungen hat: "Ich geb Gas, ich geb Gas..." Ein Wort noch zu den Umständen im Stadion, das ist das allerletzte. Die Musik bestand zu wirklich 100% aus Volksmusik, die Musikanlage war Grottenschlecht (obwohl augenscheinlich noch nicht so alt), der Stadionsprecher passte sich nahtlos dem nichtvorhandenen Nivau an (war so ziemlich der grausigste, den ich in meiner langen Fankarriere kennengelernt habe) und der Hammer war die Würstchenbude. Vor dem Spiel (!!!!!) war zum ersten mal die Bratwurst alle, dann hatten sie neue bekommen, allerdings waren dann das Brot und die Brötchen schimmlig. Der Typ hinterm Grill war ein Vollpfosten, 100 Meter lange Schlange und er hat nur immer etwa 15 Bratwürste auf dem Grill. So durfte man locker 25 Minuten einrechnen um eine noch fast kalte, noch fast rohe und keinen Geschmackhabende Bratwurst zu essen.
Ziemlich deprimiert ob der Spielweise ging es dann in Richtung Heimat, diesmal mit Micha und seiner Crew in "Kolonne". Wir machten an dem Rastplatz der Hinfahrt noch mal halt und schlugen uns die Mägen mit etwas ordentlichen voll. Dabei diskutierten wir die Ergebnisse der 1. Bundesliga, die ich mit einem kleinem Stückchen Königsblauen Herzen sehr wohlwollend aufnahm. Scheinbar aber als einziger. Auf der Rückfahrt wurde dann schon wieder viel und heftig gelacht, sich ausgetauscht uber das Modell "Hoffenheim" und deren Jugendarbeit und auch das ein oder andere Bier musste dran glauben.
Fazit der Tour: Bis auf das Spiel mal wieder eine gelungene Sache.
//Frank
              
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