



Dortmund mit drei Mann mehr? |
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So waren wir mit Dennis Kollegen fünf Leute, die sich am Samstag morgen in Richtgung Dortmund aufmachten. Dennis hatte alles spitzenmässig vorbereitet. Die Route führte uns über Uelzen, Hannover, Minden nach Westfalen. Unterwegs trafen wir schon ähnlich übernächtigte Leute mit braun-weissen Utensilien um den Hals. So war es dann auch klar, daß der Zug immer voller wurde, je näher wir unserem Ziel kamen und zwar mit Fans von beiden Mannschaften. Selten habe ich eine so lustige und völlig stressferei Anreise erlebt, wie an diesem Samstagvormittag. In Dortmund angekommen, verstauten wir unser "Reisegepäck" im Schließfach und machten uns auf den Weg in die Innenstadt. Sehr zu empfehlen ist das "Wenkers" vor Ort, der Schreiber hat sich da 1a-Spareribs einverleibt (Vielen Dank Andi, ich revanchiere mich bei Gelegenheit.). Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg Richtung Stadion. Trotz Kälte wurde das eine oder andere Bier getilgt. Endlich angekommen, war dort logischerweise schon mächtig was los. Nach ein paar Fotos und ein paar Halli-Hallos entließen wir BVB-Fan Andi in den Heimfansbereich und wir gingen zum Gästeeingang. Und nun aufgepasst liebe Dynamos, wir haben trotz relativen späten Eintreffens und ausverkauften Stadion nicht länger als eine Minute am Eingang gewartet, und das inkl. Kontrollen!!! Nun endlich drin, verpuffte die Freude kurz, denn Andi wurde nicht reingelassen, angeblich Karte ungültig. Zum Glück konnte er das zu seinen Gunsten klären und nach dem die Aufregung verflogen war gingen wir in den Block schön weit runter zur "braunen Herzfahne". Es dauerte nur wenige Minuten, bis angepfiffen wurde. Zuvor und während machten beide Fanlager mächtig Stimmung. Superklasse. Zum Spiel brauche ich nicht so viel zu schreiben. Es hat wohl jeder gesehen, warum der BVB so weit vorne steht. Ne Stehplatznachbarin brachte es auf den Punkt: "Es sieht so aus, als hätte Dortmund drei Spieler mehr auf dem Platz". Einzig die Chancenverwertung wäre ein wenig zu bemängeln. Zur Chancenverwertung der St.Paulis kann ich nichts sagen, sie hatten keine Chancen. Nach dem Abpfiff feierten beide Fanlager ihre Teams. Wir gingen schnelles Fußes aus dem Stadion und wollten gleich direkt zum Hbf laufen. Schon nach wenigen Minuten trafen wir auf einen Taxistand. Dort schnell ein Taxi geordert, und auf gings. Damit es - angeblich - billiger wird, drehte uns der Taxifahrer noch zwei Mitfahrerinnen rein, die sichs auf der Rückbank bequem machten. Benny und ich mussten mit angezogenen Beinen im umfunktionierten Kofferaum sitzen. Es ging auszuhalten, wäre aber nichts für Strecken über 10km. Am Bahnhof angelangt, versuchte der Taxifahrer noch einen Bauerntrick, um uns bzw Dennis mehr Geld abzuknöpfen. Der Reiseleiter hatte aufgepasst und so gabs für den Taximistfink nur 9€, wie vorher ausgemacht. Na ja, da wir nun überpünktlich waren, hätten wir eine Verbindung früher fahren können, aber wir mussten auf Andi warten, der den Weg mit der U-Bahn nahm. So verpassten wir den Zug leider und fuhren dann kurz nach halb sieben von Dortmund nach Bielefeld, von da nach Münster und weiter nach Osnabrück, wo wir in den Zug nach Bremen stiegen, um von dort endlich den Zug nach Hamburg zu bekommen. Vor allem der Abschnitt nach Osnabrück war sehr lustig, da wir dort mit Borussen und St.Pauli-Fans zusammen saßen, die ordentlich Rabatz veranstalteten, im positiven Sinne wohlgemerkt. (Frage mich allerdings, wieso man in Wilhelmshaven Borussia-Fan ist. Ist ja nicht gerade um die Ecke.) Nun gut, nachdem "einige" von uns auch den letzten Korn vernichtet hatten war unser letzter Stop vor Hamburg, Harburg. Dort trafen wir auf den Metronom aus Uelzen, mit dem die Ultras gefahren waren. Nochmal Hallo auf dem Bahnsteig, und wieder stiegen St.Pauli-Fans und Borussen gemeinsam friedlich aus. So kamen wir dann halb eins am Bahnhof in Hamburg an. Aus dem Absackerbier wurde nichts, da alle Kneipen entweder geschlossen hatten, oder eben mal renoviert wurden. Aber ehrlich, es hat auch gereicht. Schnell noch in die U-Bahn und ab nach Hause. Fazit: Habe selten eine so stressfreie und vor allem lustige Auswärtsfahrt miterlebt wie diese es war. Vielen Dank nochmal an Dennis für die klasse Organisation. P.S.: ich betone das mit den friedlichen Fans beider Seiten nur so, weil ich eigentlich der Meinung war und bin, dass der BVB und der HSV (früher mal) eine Fanfreundschaft pfleg(t)en. Hatte wenigstens ein bisschen mehr Bissigkeit erwartet, aber nichts... *hm* |