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Die „zwei Alterpräsidenten" haben sich am Freitag Nachmittag ein paar Stunden betreutes Fanleben gegönnt. Auf dem Programm stand: Freilichtbühne Babelsberg. Unser Zivi A. Trotze hat einen bequemen dieselbetriebenen Rollator gestellt und Gerald hat seine Beziehungen zur AOK spielen lassen und ...
einige tiefgekühlte Viagra in Bierflaschenform gesponsert. Pünktlich 13 Uhr ging es über die A 24 Richtung Babelsberg. Bis auf Eintrittskarten und Urinetten hatten wir alles dabei...
In der 10 Millionen - Metropole Potsdam-Babelsberg hat Gerald sein Langzeitgedächtnis von vor dem 2. Weltkrieg aktiviert und uns gegen das Navi an allen Kontrollpunkten vorbei bis auf den VIP-Parkplatz nähe Stadion geleitet. Im ständigen Funkkontakt mit Danilo und Roy haben wir dann geklärt, wie man Eintrittskarten erschleicht, obwohl laut Faninfo doch eigentlich an sächsisch sprechende Bürger keine mehr veräußert werden sollten. Na ja alles „geen Probleeem". Trotze bestand dann aufgrund seiner Fürsorgepflicht darauf, dass wir in den Seniorenblock der Babelsberger untertauchen. Natürlich haben wir uns trotzdem getraut bei jeder Chance unserer Dynamos nen halben Zentimeter in die Luft zu springen...Spielverlauf und Ergebnis kennt ihr. Nach dem 1:0 mussten bei den Alterpräsidenten die Notstromaggregate für unsere Herzschrittmacher angeschmissen werden. Man haben wir uns aufgeregt... Da übten sich unsere Jungs doch bei jedem Eckball in überheblichen Schauspieleinlagen und hinten wurden - trotz Überzahl - die Bälle nicht mehr konsequent rausgespielt. Beim 1:1 setzten wieder unsere Herzrhythmusstörungen ein. Mein dementes Kurzzeitgedächtnis zwingt mich noch zu ner Anmerkung: Hey, alle Pyromanen dieser Liga, vereinigt euch! Zieht in den Harz, fahrt in die Stollen ein und bringt doch dort die Salzkristalle zum Erleuchten!! Abpfiff, nur Unentschieden... Relegation in weiter Ferne (dachte ich). Betreuer Andreas drohte uns, nur noch Damen der Generation Silberlöckchen zur Frauenfussball-WM zu chauffieren. Auf der Rückfahrt wurde es dunkel! Traurigkeit, ich spürte nichts mehr, nicht mal mehr „Harndrang"... Weniger müssen müssen... Gerald wurde sein Viagra nicht mehr los und unser Betreuer peitschte den Rollator Richtung HH. Irgendwann drangen die Worte: „ Na wartet ab, Erfurt und Wehen verlieren morgen noch" an mein Ohr. Alles klar Troze... Wahrscheinlich war dieser Satz Teil seiner Bewährungsauflage. Sonnabend 15 Uhr ... Schneckenrennen... Videotextgeflimmer... Ein Unentschieden wird zum Sieg...und auch beim Punktekampf gilt scheinbar: Weniger müssen müssen... Die Relegation ruft.
Troze fahr schon mal den Wagen vor...
Bioratte
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