… also nutzen wir sie. So oder so ähnlich konnte es vor dem Spiel in München nur heißen. Auch Ralf Loose sprach nicht davon Punkte mit nach Hause zu nehmen. Solange wie möglich ohne Gegentor sollte die Mannschaft bleiben. Das gelang gut eine Stunde, aber was davor geschah musste man selbst gesehen haben, um es zu glauben.
Aber der Reihe nach. Trotz wenig Hoffnung auf einen Sieg war der Ansturm auf die Karten riesengroß. Viele wollten das lange Wochenende nutzen. Am Montag war schließlich Feiertag und außerdem war in München ja noch Oktoberfest.
So machten sich auch ein halbes Dutzend Hamburger Dynamofans auf den Weg nach München. Während einige am Samstag den Abend noch auf dem Oktoberfest genossen, nutzen Jens und ich den CityNightLine um am Sonntag entspannt und auch recht ausgeschlafen in München anzukommen. Am Hauptbahnhof war schon richtig was los. Erstaunlich wie viele Leute mit der extra mit der Bahn zum Oktoberfest fuhren. Jens und ich machte uns erst mal auf de Weg in Richtung Marienplatz. Wir wollten mit einem schönen Frühstück den Tag beginnen. Das Wetter versprach nur Gutes. Wir fanden ein schönes Cafe und mit einem Gute Laune Frühstück konnte der Tag nur gut werden.
Während Jens sich dann im Augustiner mit den anderen traf, war ich noch mit einer Freundin verabredet, die ich ewig nicht gesehen hatte. So machte ich mich dann allein auf den Weg zum Stadion. Wobei allein war ich ja nicht, überall traf man Dynamos und 60er. Im Stadion traf ich dann die anderen wieder. Das Stadion füllte sich langsam und wenn auch nicht zahlenmäßig, so war schwarz gelb zumindest stimmlich überlegen.
Als die Aufstellung über die Anzeigetafel bekannt gegeben wurde, rieben wir uns etwas verwundert die Augen. Stand doch plötzlich und ohne große vorherige Ankündigung Wolfgang Hesl im Tor. Und er stand auch nach acht Minuten im Mittelpunkt, als der dem Stürmer der 60er einfach den Ball vom Fuß nahm. Dann schlug die Stunde von Dynamo. Innerhalb von 3 Minuten schlug Poté zweimal zu und so führte schwarz gelb nach einer Viertelstunde völlig unerwartet mit 2:0. So ging es in die Pause. Erinnerungen an 2005 wurden wach, auch da führte Dynamo zur Halbzeit 2:0, auch da war es ein Doppeltorschütze. Auch nach der Pause spielte Dynamo weiter. Die Löwen kamen nicht wirklich zu gefährlichen Chancen und wenn dann war Hesl zur Stelle. Nach einer Stunde deziemierten sich die Löwen und noch bevor sie sich von diesem Schock erholen konnten schlug erneut Dynamo zu. Nach einer Ecke traf Bregerie per Kopf. Jetzt stand die Allianz Arena Kopf. Das konnte doch eigentlich nicht wahr sein. Der Jubel war noch nicht ganz verklungen, als erneut Poté erfolgreich war. Wie in der 1.Halbzeit hatte Dynamo innerhalb von wenigen Minuten zweimal getroffen. Nun wurde auf den Rängen nur noch gefeiert. Dynamo hatte die Chance, noch das ein oder andere Tor zu erzielen, stattdessen ließ man sich von 1860 noch zwei einschenken. Aber am Ende ging das im großen Jubel unter. Wir schon 2005 konnte Dynamo in München die Punkte mitnehmen. Und dass diese nicht erwartet waren machte es umso schöner.
Wir machten uns langsam auf den Rückweg. Am Bahnhof gab es dann erst mal das ein oder andere Bier und eine Kleinigkeit zu essen, bevor wir uns auf den Heimweg machten. Diese wurde mit drei Punkten im Gepäck dann auch recht kurzweilig.
                                     
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