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18. September 2013

Viel Alt, ein Punkt und viele Scherben

Am Samstagvormittag ging die Reise los. Nicht nach Mexiko, sondern nach Düsseldorf, wo am Sonntag unsere Goldfüße zum dritten Auswärtsspiel der laufenden Saison antraten. Ankunft in Düsseldorf, schnell im Hotel eingecheckt, ne frische Schlübbi angezogen und schon ging es auf dem Weg in die berühmte Altstadt. Alt war dann auch das Motto des restlichen Tages, wie viele Gläserchen es letztlich genau wurden, kann wohl niemand mehr genau sagen. Die längste Zeit verbrachten wir im “Kürzer”, wo wir freundlicherweise auch die deutschen Volleyballerinnen beim Endspiel der Europameisterschaft anfeuern durften. Das ging zumindest solange gut, bis die Freundlichkeit urplötzlich ein Ende fand und man uns beinahe des Lokals verweisen wollte. Nach so viel unnötiger Action brauch man sich auch nicht wundern, wenn es dann doch kein Trinkgeld gab. Scheißegal, weiter gings ins Oberbayern. Und ja, wir waren immer noch in Düsseldorf. Da drin ging auch richtig die Post ab und das dunkle Kaltgetränk floss und floss immer weiter unsere Rachen hinunter. Nach einem kleinen Snack bei Burger King ging es für viele weiter, für andere zurück ins Hotel, wo auch die letzten dann gegen 4:30 am Sonntagmorgen eintrafen. 
Nachdem wir alle freundlicherweise kurz vor 10 Uhr vom Düsseldorfer Kirchenglockenfestival geweckt wurden, verließen wir pünktlichum 10:45 Uhr das Hotel und trafen uns zum gemeinsamen Frühstück am Bistro um die Ecke, wo die Kassendame auf Wunsch frische Brötchen schmierte und belegte. Man munkelt, dass das kalte Radi den Geschmackstest am Morgen direkt wieder bestanden hat. Auf ging es dann, auf direktem Wege zum Stadion. Problemlose Anreise, da muss man schonmal ein Kompliment aussprechen, denn das sieht man nicht bei jeder Auswärtsfahrt. Einzig die Parksituation war schon leicht verwirrend. Für 5 € Parkgebühr durfte man sich in verschiedenen Reihen, Auto hinter Auto dann abstellen. Mit viel Pech stand man also nahezu am Ende der Reihe und hatte dutzende andere Fahrzeuge vor sich, die nach dem Spiel alle erst abreisen mussten, bevor man selbst weg konnte. Wir hatten natürlich Glück und standen direkt an zweiter Stelle. Vor dem Spiel trafen wir uns natürlich mit bekannten Gesichtern, tranken noch das ein oder andere Kaltgetränk und machten uns dann auf den Weg zum Stadion. Am Einlass sollte man dann noch den Bauch frei machen, ob da ein Sprenggürtel angekündigt war? Jedenfalls fanden das die Damen der Security wohl so heiß, dass da sicher die ein oder andere feuchte Schlübbi dabei gewesen ist. Drin waren wir dann also, im größten ESPRIT-Verkaufslager Deutschlands. Ach nee, das soll ja ein Stadion sein. Oder doch ne Messehalle? Furchtbar, als Düsseldorfer sollte man sich schämen, in so einer Bude spielen zu müssen. 
Rein in den Block, Fahne aufgehangen und warten, bis es endlich los geht. Zum Einlauf der Mannschaften zeigten wir Dynamos uns wieder von unserer besten Seite und liesen den Gästeblock in einer wunderschönen Choreo erstrahlen. Zum Spiel selbst möchte ich nicht viel sagen, außer dass der längst fällige Torwartwechsel nun wohl unabdingbar ist. Nach dem Spiel ging es dann zurück zu den Parkplätzen, wo eine große Überraschung für viele angereiste Fans wartete. Anscheinend haben sich ein paar asoziale Vollidioten ernsthafte Sorgen über die Lüftung einiger Autos und Kleinbusse gemacht, wodurch kurzer Hand die ein oder andere Scheibe zu Bruch ging und Wertgegenstände gestohlen wurden. Dass man davon in den hießigen Medien natürlich kein Wort liest, ist an Lächerlichkeit mal wieder nicht zu überbieten. Am Abend wieder in Hamburg angekommen hat man sich doch über den einen Punkt gefreut, auch wenn da mal wieder mehr drin gewesen ist. Ein großes Kompliment noch an unseren neuen Trainer Janßen für die atemberaubende Ballannahme während des Spiels.